Beim aufmerksamen Vergleich verschiedener Angebote lässt sich leicht feststellen, wie groß die Unterschiede zwischen einem gut gemachten shoji und manchen Ausführungen sind, die im Zuge des „Japantrendes“ im Handel erhältlich sind.
(auf dem Bild links ist mein Holzhändler zu sehen)
Shoji sind grundsätzlich aus fast jeder verfügbaren Holzart denkbar.
Ich fertige in europäischer Fichte oder Tanne, da hier Qualität in ausreichender Menge vorhanden ist und ich unverantwortlichen Raubbau, chemische Behandlung und sehr lange Transportwege weitestgehend ausschließen kann.
Die richtige Auswahl der Holzqualität ist entscheidend, um ein späteres Verziehen bei Temperaturschwankungen zu vermeiden.
Die Konstruktion verbraucht sehr wenig vom Rohstoff Holz, und durch die Verwendung ökologisch völlig unbedenklicher Materialien (Holz, Oberflächenbehandlung, Reispapier, Reisleim) gibt es bei der Verarbeitung, der Benutzung und der Entsorgung keine Probleme.
Grundsätzlich biete ich zwei Arten der Oberflächenbehandlung an.
Einen schönen und natürlichen Holzglanz erzielt man durch das Hobeln von Hand, wie es auch in Japan traditionellerweise ausgeführt wird.
Beim „europäischen Finish“ arbeite ich ausschließlich mit Produkten aus natürlichen Ausgangsstoffen, die neben ihrer Unbedenklichkeit den Vorteil haben, sich nicht elektrostatisch aufzuladen (weniger Staub auf den Sprossen).
Die Behandlung erfolgt mit Ölen, Wachsen oder farbig mit Schellack-Patinierung (Firma Livos und Naturhaus).
Selbstverständlich schenke ich den Bedürfnissen von Allergikern (z.B. Leinöl, Orangenterpene, Bienenwachs) besondere Aufmerksamkeit.
Bei der Ausführung als Schiebetür gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Ein traditioneller shoji läuft oben und unten in einer Holzführung. Denkbar ist jedoch auch eine aufgehängte Variante unter Verwendung europäischer Schiebetürbeschläge, bei der dann jedoch die Metallführungen sichtbar sind.
Einmal eingebaut, sind shoji erstaunlich robust. Beschädigte Papierfelder können leicht ausgetauscht werden.
Die Laufleiste wird aus Hartholz (Ahorn, Buche, Eiche) gefertigt und ist „trittfest“.
Fugenloses Anpassen der Wandanschlüsse an die immer vorhandenen Mauerunebenheiten. Keine Verwendung von Silikon.
Eckverbindungen sind flächenbündig ausgeführt. Keine offenen Brüstungen wie bei vielen Industrieprodukten
Sprossen laufen fugenlos in den Rahmen
Griffmulden werden entweder in den Rahmen eingefräst oder aus Hartholz eingelassen siehe Bild 1 (links: Mulde von vorne, rechts: Mulde von hinten, hier sind auch die Sprossen des Shoji erkennbar)
Eingelassenen Griffmulden können auch aus einem anderen Holz gefertigt bzw. anders geölt oder farbig lackiert werden.
Die shoji werden mit Washi (Japanpapier) bespannt, von dem verschiedene Sorten erhältlich sind, die sich durch Dicke und Struktur unterscheiden.
Auch mit anderen Materialien kann gearbeitet werden. Zum Einsatz kommen Glas, Stoff, Kunststoff oder beschichtete Papiere, die speziell für die Verwendung im Wellnessbereich entwickelt wurden.
Shoji werden in der Regel unbespannt geliefert, da sie beim Transport leicht Schaden nehmen können. Die Bespannung erfolgt vor Ort vom Kunden (nach vorheriger Einweisung) oder von mir.
Für den handwerklich interessierten Kunden ist eine passgenaue Lieferung der Elemente zum Selbsteinbau möglich.
Mit der Konstruktion lassen sich Maßtoleranzen von bis zu 1 cm ausgleichen. Voraussetzung ist natürlich ein sehr genaues Aufmaß vor der Planung.
Sehr geehrter Herr Bauer,
beiliegend übersende ich Ihnen die Bilder der shoji-Tür. War nicht schwer einzubauen, weil alle Teile perfekt ineinander passten.
Vielen Dank, Mit freundlichen Grüßen Dietmar Rath, Wien
Durch die sorgsame Auswahl und Verarbeitung der Hölzer kann ich garantieren, dass es zu keiner funktionellen Beeinträchtigung kommt.
Selbstverständlich werden etwaige auftretende Mängel von uns innerhalb der Gewährleistungsfrist von fünf Jahren behoben.
(Gebrauchsspuren sowie Schäden durch unsachgemässe Behandlung sind davon natürlich ausgenommen)